Wie alles begann...

Thomas Rai konvertierte 1972 zum Christentum und hätte das beinahe mit seinem Leben bezahlt. Nicht selten wurden damals Christen sozial isoliert und von Beamten zu Tode geprügelt.


Mehr über sein Leben erfährt man unter www.grace-christian-church-ministry-of-nepal.com


Ursprünglich aus einer ländlichen Gegend stammend, beschloss Thomas am Rand von Kathmandu ein großes Haus aus privaten Mitteln zu bauen, um Bedürftigen helfen zu können. Er erwarb ein Reisfeld und begann sein Projekt. Zufällig machte er die Bekanntschaft eines Ehepaars aus den USA, das ihn fortan finanziell unterstützte, allerdings konnten die beiden aus Altersgründen die Hilfe nicht länger gewährleisten. Thomas hatte aber bereits drei Mädchen aufgenommen. Zu diesem Zeitpunkt lernte Christian Müller den Pastor auf seiner Reise durch Nepal kennen und beschloss, einzuspringen. Das musste doch zu schaffen sein. Christian überzeugte seine nächsten Verwandten und Freunde und so wurde der Verein 2011 ins Leben gerufen.


Familie Rai nahm nach und nach immer mehr Mädchen auf, die dringend des Schutzes und der Hilfe bedurften und so wuchs auch die Verantwortung für Mission of Humanity e. V., dauerhaft für die Gemeinschaft zu sorgen. Ein großer Rückschlag war das Erdbeben 2015, bei dem zum Glück alle unverletzt blieben. Konnten aber in den Jahren zuvor z. B. Fahrräder für alle und eine Waschmaschine angeschafft werden, flossen nun die Gelder in die Sanierung des Hauses. Dank der großen Spendenbereitschaft ist jetzt wieder alles repariert.


Als Pastor reist Thomas durch ganz Nepal und stößt immer wieder auf tragische Fälle. So haben die Rais kürzlich zwei weitere Mädchen aufgenommen, womit derzeit insgesamt 10 Kinder betreut werden. Mit dieser Zahl kommn wir gut zurecht, denn wir wollen und müssen sicherstellen, dass alle Waisenkinder so lange rundum versorgt sind, bis sie als junge Erwachsene auf eigenen Beinen stehen.


Die nepalesische Regierung beginnt gerade damit, alle Hilfsorganisationen, die im Land tätig sind, zu zertifizieren. Wir sind darüber sehr froh, denn es gibt zwielichtige Einrichtungen, in denen immer wieder Mädchen verschwinden. Oft werden sie als sogenannte „Hausangestellte“ nach Indien „vermittelt“, dahinter verbergen sich in der Regel Menschenhandel und Zwangsprostitution. Jede Hilfsorganisation muss nun nachweisen, dass sie Anwälte für die Kinder zur Verfügung stellt, regelmäßige Arztbesuche durchführt, Schulausbildung und Nachhilfeunterricht finanziert, die Personalkosten deckt und jährlich zwei Mal kulturelle und bildende Unternehmungen anbietet sowie ihr Engagement für mindestens 5 Jahre garantiert. Das bedeutet freilich zusätzliche Kosten auch für uns.


Jetzt sollen erst einmal Rücklagen gebildet werden. Es stehen die Photovoltaikanlage und der Bau von Internatsräumen in der Blindenschule an. Weitere Schulgeldpatenschaften wollen wir schon bald übernehmen. Sollten wir über genügend Paten verfügen, möchten wir verstoßene Mütter mit ihren Kindern aufnehmen, mit dem Ziel, die Mütter im Haus auch zu beschäftigen. Thomas plant u. a. eine kleine Landwirtschaft zur Selbstversorgung